Schlosspark-Freunde-Nymphenburg e.V.

"Historische Parks und Gärten sind ein geistiger, kultureller, ökologischer
und gesellschaftlicher Besitz von unersetzlichem Wert."

Deutsches Nationalkomitee für Denkmalschutz, 1996

  • WILD IM PARK - HUNDE AN DIE LEINE

    Der Nymphenburger Schlosspark ist historischer Landschaftspark und feinstes städtisches Naherholungsgebiet, er ist geschütztes Natura 2000 Gebiet und Lebensraum für Tiere: auch fürs Wild. „Wild“ sind die Tiere, die dem Jagdrecht unterliegen. Wild ist herrenlos. Es kann gejagt und leider - wie im letzten Winter im Schlosspark - auch gewildert werden. Wilderei wird nach dem Strafgesetzbuch geahndet, gehört damit sicher nicht zu den „Kavaliersdelikten“. Das freie Laufenlassen von Hunden kann – wie im Schlosspark - zu Wilderei führen und gehört damit auch nicht zu den „Kavaliersdelikten“, denn eigentlich hat „jeder“ Hund das Potenzial zu wildern. 

    Und die Halter haben die Verantwortung für ihren Hund. Es ist ganz einfach: Hunde gehören im Schlosspark an die Leine.

    EIN JUWEL EUROPÄISCHER GARTENBAUKUNST

    ist der Schloßpark Nymphenburg im Westen Münchens. Garten und Architektur der Wittelsbacher Sommerresidenz sind in einmaliger Weise verbunden. SCKELLS GÄRTNERISCHES GESAMTKUNSTWERK spiegelt das barocke Schloß in den anliegenden Parterren; vor den Pflanz­­häusern legte er die Königlichen Ziergärten an; mit Wald, Wiesen und Wasser schuf er der Eng­lischen Landschaftspark, der bis heute seine bezaubernde Wirkung auf die Besucher ausübt.

    DIE SCHLOSSPARK-FREUNDE-NYMPHENBURG

    schaffen dem Geist der Parkgründer und Gestalter Luft und Raum - gegenüber kleinlicher oder von Zwängen eingeschränkter Betrachtung und Verwaltung. Entstanden ist mittlerweile eine "Gartenkunst-Ausstellung" im Geranienhaus, aber auch die Öffnung des Eisernen Hauses an einzelnen Wochenenden. Wir wollen den Schloßpark mit kulturellen Veranstaltungen behutsam wiederbeleben und damit seinen besonderen Wert verdeutlichen. Dies gelingt mit einem regelmäßigen Programm, das von der Schlösserverwaltung mittlerweile aufgegriffen wurde. Wir fördern und entwickeln den vielfältigen ökologischen Lebensraum in seinem eigenen Wert. Mit unserer vorbildlichen Nachhaltigen Parkpflege, die nun bayernweit nachgeahmt wird. Aber auch mit dem Erhalt der Margeritenwiesen. Wir treten Ziel- und Sinn-stiftend für die Interessen der Gesellschaft im Schloßpark ein. Damit die Zivilgesellschaft Beteiligung findet, sich aber auch ihrer Verantwortung bewusst wird.

    KONTAKT

    Wollen Sie uns Ihre Beobachtungen im Schlosspark mitteilen? Haben Sie Anregungen für "Ihren" Schlosspark? Haben Sie Fragen zu unserem Verein oder möchten Sie uns aktiv oder fördernd unterstützen?

    Wir freuen uns über Ihre Anregungen, SCHREIBEN SIE UNS HIER.

    BAYERISCHER BIODIVERSITÄTSPREIS

    Unter dem Motto "Lebensraum Baum" lobte der Bayerische Naturschutzfonds zum vierten Mal den Bayerischen Biodiversitätspreis "NaturVielfaltBayern“ im Jahr 2016 aus. Der Bayerische Naturschutzfonds trägt damit dazu bei, die 2008 von der Staatsregierung beschlossene Strategie zum Erhalt der biologischen Vielfalt in Bayern umzusetzen. 

    Der Bayerische Biodiversitätspreis ist mit 15.000 Euro dotiert und wird alle zwei Jahre verliehen. Der Themenschwerpunkt "Lebensraum Baum" zielte inhaltlich auf Erfassungs- und Umsetzungsprojekte, die in besonderer Weise Möglichkeiten zum Erhalt des für die Artenvielfalt wertvollen "Lebensraums Baum" aufzeigen. 

    Auch die "Nachhaltige Parkpflege" im Schlosspark Nymphenburg wurde ausgezeichnet.

     

    DER NYMPHENBURGER PARK

    Dies war das Monatsmotiv aus unserem Kalender 2014 mit Fotografien von Thomas Grüner. Heuer gibt es keinen Kalender, die Ansicht des Parks ist immer noch sehenswert...

    April im Nymphenburger Park: Magdalenenklause (Joseph Effner, 1725 - 1728), Foto: Thomas Grüner
    April im Nymphenburger Park: Magdalenenklause (Joseph Effner, 1725 - 1728), Foto: Thomas Grüner

    SCHÖNGEISTER UND LUMBERJACK

    STÜRMISCHER FRÜHLING lautete der Titel unserer Führung Anfang April 2015. Kurz nach dem Orkan "Niklas" durchaus widersprüchlich, ging es uns doch um die Gedichte, die sich rund um den Frühling ranken. Die sich zwischen den Romantikern und den Realisten der Literaturgeschichte, zwischen Schöpfungs- und Naturbeschreibungen sowie emotionalen Ausdrucksformen der Dichter bewegen. Bewegen mussten sich auch einige Bäume im Schlosspark. Ob starke Eiche oder graue Buche, ob Linden, Ahorn oder Kirschen: viele haben den Böen nicht Stand halten können. Die Süddeutsche Zeitung hat sich "Mitten in Nymphenburg" mit unserer Führung und unseren Ideen auseinandergesetzt. Monty Pythons "Lumberjack" wird geboten als zeitgemäße Antwort auf die "Schöngeister" im Park und unsere "Vergleichsfläche". Allerdings wird hier auch nach "Niklas" kein Ast gesägt, jeder Baum und jedes Stück Holz tragen hier zur biologischen Vielfalt bei. Da mögen die "Mounties" noch so irritiert ihren Chor singen. Rilke zeigt im "Vorfrühling", wie die "Härte schwand. Auf einmal legt sich Schonung an der Wiesen aufgedecktes Grau. Kleine Wasser ändern die Betonung. Zärtlichkeiten, ungenau..."

    Den Text aus der Süddeutschen Zeitung können Sie HIER WEITERLESEN

  • DIE NÄCHSTE FÜHRUNG

    FASZINATION SCHLOSSPARK - UND NUN AUCH NOCH PELARGONIEN IM SCHLOSSPARK ist Thema unseres nächsten Spaziergangs am Freitag, 10.05.2019 um 16 Uhr... MEHR

     

    WETTERREGEL

    Eigentlich gilt bei unseren Führungen der alte Grundsatz, das es kein schlechtes Wetter gibt, und das stimmt auch in Zeiten des Klimawandels und seiner Vorboten. Es gibt aber rechtes Sauwetter, bei dem nur wenige raus wollen und die Gruppe zu klein wird. Es gibt auch Sturm und Sturmfolgen, dann ist es einfach gefährlich, unter Bäumen zu spazieren. In solchen und vergleichbaren Fällen müssen wir die Führungen leider ausfallen lassen und setzen uns lieber ins Kaffeehaus. Aber: Wiederholung garantiert.

    FASZINATION PELARGONIEN AUSSTELLUNG 8. - 19. MAI 19

    Der in Nymphenburg zuständige Garten-meister Uwe Steger hat auch in diesem Jahr mehr als 100 verschiedene Arten und Sorten von nach Zitrone riechenden Duftpelargonien bis zur Wurzel-sukkulente zusammengetragen. 

    Sie haben mal auberginefarbene Blüten, sind auch Heilpflanzen und schmecken gut. Als Raritäten und Schönheiten gelten Pelargonien-Wildformen oder tulpen- bzw. rosenblütige Pelargonien-Hybride.

    Pelargonien waren auch in der Pflanzensammlung des bayerischen Königs Maximilian I. Joseph. Über 170 Arten listet Alois Sterler in seinem „Hortus Nymphenburgensis“ über die Pflanzen-sammlung in den Gewächshäusern des Königlichen Lustgartens zu Nymphenburg (1821 und 1826) auf. Gartenmeister Steger kann also mit Freude weiter sammeln...

    1000 EURO FÜR DIE VOGELWELT

    Der Nymphenburger Schlosspark lebt von der wilden und künstlichen Vielfalt, die in ihm herrscht. Das erfreut nicht nur den Spaziergänger, sondern auch die Wildtiere und die Vogelwelt. Der Schlosspark steht als Teil von „Natura 2000“ unter europäischem Schutz und bietet mit seiner Größe viel Lebensraum. Zum Leben gehört aber nicht nur die Nahrung, sondern auch Nist- und Brutraum. Eigentlich sollte in einem europäisch geschützten Park genug davon zur Verfügung stehen. Tut es aber wohl nicht und so werden seit Jahrzehnten ehrenamtlich viele künstliche "Nist- und Bruthilfen" aufgehängt.

    Die Schlosspark-Freunde-Nymphenburg e.V. haben beschlossen, dies mit 1000 Euro zu unterstützen und so werden in den folgenden Monaten viele Kästen aufgehängt und verschiedenste Vögel gefördert. Und freuen Sie sich mit der Vogelwelt: die Schlösserverwaltung feiert dieser Tage 100 Jahre, und dies ist unser Geschenk dazu.

    SCKELL ODER NIKLAS?

    Im Pagodenburger Tal, dem Nördlichen Durchblick, hat der Orkan Niklas am 30. März 2015 eine der alten Sckell-Eichen umge­worfen. "Sckell-Eiche" kann man sie eigent­lich nur nennen, weil Friedrich Ludwig Sckell sie bei der Umge­staltung der barocken Anlage in einen Land­schafts­park 1804 NICHT umgeschnit­ten hat. Außerdem ist sie wohl 200 Jahre älter als der umsichtige Garten­künstler. Das Stamm­holz wird nun für die Restaurierungs­werkstätten der Schlös­ser­ver­waltung gelagert. Die Krone lag noch mehrere Monate in der Wiese des Hains, der Wurzel­stock zeigte Niklas Kraft. Kinder und Erwach­sene kletterten herum, zählten das Alter des Baumes an seinen Jahrringen. Sie bekamen ein Gefühl für die Zeit des Baumes. Um­welt­­bildung wie sie im Buche steht. Der Wurzelstock und die Reste des Baumes sind nun entfernt, hätte man sie liegen lassen sollen? Als Zeichen der Entwicklung von Natur und Umwelt, der Diskussion von Natur­schutz und Denkmalpflege? Was meinen Sie, liebe Besucher des Schlossparks? SCHREIBEN SIE UNS HIER.

    MAUSEGESCHICHTEN

    Von den "großen Abenteuern einer klei­nen Maus im Nymphenburger Schloss­park" erzählt Johann Daniel Gerstein. MEHR

    Mausegeschichten - Die großen Abenteuer einer kleinen Maus im Nymphenburger Schlosspark